Es muss weitergehen

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Ihr Lieben,

was ist nur los bei uns? Wir brauchen dringend Hilfe!

Durch das schwere Hochwasser und die schlimmen Unwetter in Süddeutschland in der Zeit vom 22.06 – 04.07.2021, steht uns das Wasser buchstäblich bis zum Hals und wir sind finanziell am Ende.

Unser Sohn Valentin (2,5) hat SMA Typ 1 und der Traum vom barrierefreien Haus, kristallisiert sich derzeit immer mehr zum Albtraum. Die Kosten sind in der Bauphase regelrecht explodiert. Die fast 80000 € Mehrkosten aufgrund der Barrierefreiheit waren irgendwie noch schaffbar. Sind wir jedoch schon schlecht durch die Lockdowns gekommen, aufgrund mangelnder Auftragslage in der Selbstständigkeit meines Mannes, brechen uns die Schäden durch die schweren Regengüsse nun den Hals.

Unmengen von Schlamm und Wasser haben den neuen Estrich und die neue Wärmepumpe im Keller zerstört. Aufgrund mangelnder Kooperation der Baufirma mit der Versicherung ist unnötig viel Zeit verstrichen, bis mit der am 24.07.2021 (also heute) begonnen werden konnte. Diese wird ca. 3-4 Wochen andauern. Die Trocknung des Kellers wird von der Versicherung übernommen, nicht aber die Kosten für die neue Wärmepumpe und auch nicht die Kosten für die Folgeschäden.

So lange die Trocknungsarbeiten im Gange sind, können wir nicht mit dem Innenausbau beginnen. Und solange die Innenausbauarbeiten nicht abgeschlossen sind, dürfen wir nicht einziehen. Erst nach Fertigstellung dieser, wird die Endabnahme der Baufirma durchgeführt und die Lüftungsanlage zugeschaltet.

Unsere Wohnung ist bereits gekündigt, da wir bis vor einigen Wochen dachten, wir liegen gut in der Zeit. Definitiv müssen wir daher Ende September ausziehen, da der Vermieter bereits einen Nachmieter hat. Zudem kommt die Große im September in dem Ort, in dem das neue Haus steht in die Schule und der Kleine in ein integratives Kinderhaus. Das heißt, wir müssen uns dort eine Ferienwohnung suchen, die Möbel einlagern und hoffen, dass alles irgendwann fertig wird. Diese „Folgeschäden“ Kosten werden nicht von der Versicherung übernommen. Zudem beginnt im September die Tilgung des Hauskredites.

Fertig sind wir bereits, jedoch nervlich und finanziell.

Endlich sah alles so gut aus. Das neue Haus, Valentins Fortschritte, Start im Kinderhaus und dann das! Wann kehrt nun endlich einmal Ruhe ein?

Mir ist bewusst, dass es gerade noch viel schlimmere Schicksale in Deutschland gibt und wir dankbar sein müssen, dass keiner unserer Familie und Freunde, noch sonst wer in unmittelbarer Nähe, schwer verunglückt ist. Doch für uns ist es gerade der maximale Supergau. Mir fällt es extrem schwer um Hilfe zu bitten. Überhaupt zuzugeben, wie schwer finanziell wir gerade getroffen sind, doch ich sehe gerade keine andere Möglichkeit.

Mit einem kleinen SMA betroffenem Kind auf der Straße zu stehen ist noch einmal etwas ganz anderes, als wäre man alleine oder alle ganz gesund.

Daher habe ich eine „GoFundMe“ Kampagne erstellt.

Uns wäre wahnsinnig damit geholfen, wenn ihr uns etwas unterstützen oder diesen Beitrag teilen würdet und so vielleicht einige Spenden zusammen kommen.

Mir wäre auch geholfen, wenn ihr sonst Ideen habt, die uns voran bringen. Ich bin offen für alles.

Danke schön, dass ihr überhaupt den Text gelesen habt und auch so Anteil genommen habt.

Valentin und Katrin mit Sofia und Nicolas